Die eigene Musik erfolgreich im Internet präsentieren

Die eigene Musik erfolgreich im Internet präsentieren

Die eigene Musik erfolgreich im Internet präsentieren

Vielleicht habt ihr ja gerade eine neue Band oder ein neues Projekt gegründet, die ersten Songs sind im Kasten, und jetzt geht es darum das Ganze zu veröffentlichen. Da die wenigsten Musiker oder Künstler gleich am Anfang ihrer Karriere einen Deal haben, der diese Aufgabe in die Hände von Vertriebsprofis legt, und es heutzutage durchaus möglich ist sich mit genügend Eigeninitiative eine ordentliche Internetpräsenz aufzubauen, wird dieser Artikel euch sicher interessieren oder sogar hilfreich sein. Er richtet sich in erster Linie an Künstler, die gerade beginnen ihre Kunst der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und bietet einen groben Gesamtüberblick, statt auf Marketing-Details einzugehen.

Wie heißt denn das Baby?

Die erste Grundvoraussetzung ist natürlich ein aussagekräftiger Band- bzw. Künstlername. Dieser sollte im Idealfall auch im Internet verfügbar sein. Ich spreche hier in erster Linie von der eigenen www-Domain, aber auch von den nicht weniger wichtigen URL’s bei facebook, MySpace, YouTube, Twitter oder ReverbNation, die meistens so aussehen: „www.facebook.com/bandname„.

Gibt es den Namen eventuell schon?

Zudem ist es wichtig das ihr ordentlich recherchiert, ob es vielleicht schon eine Band/einen Künstler mit genau diesem Namen gibt, oder eventuell ein Produkt oder eine Firma diesen Namen für sich beansprucht hat. Den Band- oder Künstlernamen umbenennen zu müssen, wenn man bereits erste Erfolge verzeichnet hat, kann wirklich bitter sein. Beim deutschen Patentamt kann man Markennamen und Wortmarken recherchieren.

Die passende Domain finden

Die eigene Domain ist im besten Fall in der Form „www.bandname.de“ aufgebaut, dann ist es ziemlich sicher das Suchmaschinen bei Eingabe des Namens direkt auf die Domain verweisen. Ist euer Name in dieser Form nicht mehr verfügbar, könntet ihr es so machen, wie viele andere Künstler es auch schon machen mussten, und ein „-music“ oder nur „music“ an den Bandnamen hängen. Etwa wie „www.bandname-music.de“. Natürlich geht auch die Variante ohne minus, aber semantisch und optisch schicker wird es höchstwahrscheinlich mit minus aussehen. Wie man es letztendlich am besten macht, hängt natürlich auch vom gewünschten Namen selbst ab. Falls möglich, solltet ihr die Domain unbedingt mit den wichtigsten Domainendungen registrieren, nicht nur „.de“ oder nur „.com“, sondern zusätzlich auch „.net“ oder „.info“. Welche der Endungen letztendlich sinnvoll oder nicht ist, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, die man nicht pauschal bestimmen kann. Ein wichtiger Aspekt wäre, dass ihr nicht nur im deutschsprachigen Raum bekannt werden wollt, sondern auch im Ausland. Da macht es durchaus Sinn mehrere Endungen zu registrieren, denn beispielsweise ein Amerikaner, der nur euren Bandnamen hört, wird höchstwahrscheinlich nicht „.de“ eingeben, sondern „.com“. Macht euch einfach dazu Gedanken und recherchiert gründlich, um euch später eventuelle Ärgernisse wegen des Bandnamens zu ersparen.

Die eigene Website

Registriert also eure eigene Domain, zum Beispiel bei All-Inkl.com, einem Internetprovider mit sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis, fairen Konditionen und gutem Service! Hier kann man direkt seinen eigenen Webspace inkl. E-Mail Postfächer und Datenbanken mieten. Solltet ihr keinen Webdesigner am Start haben, der euch eine Website baut, könnt ihr solange bis ihr jemanden habt eure Domain einfach auf euer Profil bei facebook oder myspace umleiten. Das geht bei den meisten Internet-Providern bequem über die Webspace-Einstellungen im Kundencenter. In jedem Fall rate ich davon ab, selbst Hand anzulegen, wenn nicht wenigstens einer von euch Erfahrung mit der Erstellung professioneller Websites hat, oder sich kein Fachmann im Bekanntenkreis befindet. Es gibt nichts Schlimmeres, als eine laienhaft gestaltete Homepage, wenn man wirklich Erfolg damit haben will. Der Wert der eigenen Website ist nicht zu unterschätzen, denn schließlich sagt uns niemand voraus, dass facebook, MySpace, Google+ oder andere Plattformen ewig in der aktuellen Form bestehen bleiben. Zudem kann man über die eigene Website auch seine Tonträger, T-Shirts oder sonstige Produkte verkaufen, aber dazu werde ich in einem weiteren Artikel schreiben.

Die offizielle facebook-Seite

Das eine facebook-Seite für Musiker und Künstler heutzutage zum Standard gehört, muss ich glaube ich an dieser Stelle nicht erwähnen, schließlich findet man mittlerweile jeden bekannten Künstler dort, selbst wenn dieser bereits die Radieschen von unten betrachtet.

Bei facebook eine Seite zu erstellen, erweist sich als ziemlich einfach. Trotzdem sieht man oft, dass facebook-User anstelle einer „Seite“ einfach das normale „Profil“ nutzen. Das hat einige Nachteile. Es gibt zum Beispiel keinen „Like“-Button, also müssen alle Fans eine Freundanfrage an euch senden, oder eben eine von euch geschickt bekommen. Außerdem ist die Anzahl der Freunde begrenzt. Die Anzahl der „Likes“ einer facebook-Seite ist unbegrenzt!

Um eine Seite zu erstellen braucht man zunächst ein ganz normalen privaten facebook-Account. Entweder benutzt ihr dazu den Account eines Bandmitglieds oder legt einen neuen an, dem ihr einfach einen Fantasienamen gebt. Wichtig zu wissen ist, dass eine facebook-Seite nicht an jemand anderes übertragen werden kann! Der Ersteller der Seite bleibt für immer ein Administrator. Man hat aber die Möglichkeit, weitere Administratoren hinzuzufügen.

Ist man eingeloggt, gelangt man über die URL www.facebook.com/pages/, zu einem Verzeichnis aller bei facebook angelegten Seiten. Oben rechts gibt es den Button „Seite erstellen“. Nach dem Klick hat man die Wahl zwischen 6 verschiedenen Seitentypen, wobei „Künstler, Band oder öffentliche Person“ hier ganz klar definiert ist, und an dieser Stelle keine weitere Erklärung braucht. Ebenso ist für das allgemeine Einrichten der Seite nicht viel Know-How erforderlich. Ich werde höchstwahrscheinlich in naher Zukunft in einem weiteren Artikel tiefer in die Materie gehen und Möglichkeiten zeigen, die Anzahl der Fans ordentlich zu steigern.

Wie wichtig ist ein Twitter-Account?

Durch einen Twitter-Account kann man durchaus neue Fans erreichen, denn Twitter hat verschiedenen Aussagen zufolge über 300.000.000 registrierte User, unter denen sich ganz sicher einige potenzielle Fans befinden. Zudem gibt es die recht praktische Möglichkeit, den Twitter-Account mit der facebook-Seite zu verbinden, sodass Beiträge der facebook-Pinnwand automatisch und in Echtzeit bei Twitter erscheinen. Hier auf tutorialbox.de mache ich das auch, und es funktioniert wunderbar. Man sollte sich jedoch hin und wieder bei Twitter einloggen, um nachzusehen, ob nicht eine private Nachricht vorliegt.

Der eigene YouTube-Channel

Auch wenn der erste richtige Videoclip noch in weiter Ferne liegt, macht es durchaus Sinn, einen YouTube-Kanal oder „Channel“ anzulegen. Hier kann und sollte man natürlich auch andere Videos uploaden. Möglichkeiten gibt es viele, zum Beispiel:

  • Ein EPK (Electronic Press Kit), also eine Bandvorstellung.
    Hier ein sehr gutes Beispiel der Band KATORTZ aus Aachen
  • Eine oder mehrere Songs mit einem Bild, einer Slideshow, oder im Idealfall synchron eingeblendeten Songtexten
  • Videos von Konzerten
  • Studio- oder Tourberichte
  • Lustige Videos aus dem Proberaum

MySpace – Darüber regen sich doch alle nur noch auf!?

Richtig! MySpace war einst der große Vorreiter der Social-Community und besonders für Musiker und Künstler eine ideale Plattform ihre Musik zu verbreiten. Konnte man in den Anfängen von MySpace seine Künstlerseite noch individuell gestalten, und diese auch mit Notebooks oder älteren Computern betrachten, so ist heute daraus ein überladenes Werbemonster geworden, bei dem man mit kommerziellen und relativ nutzlosen Informationen zugeballert wird. Dennoch ist MySpace nicht tot, und man sollte dort als Künstler ein Profil anlegen. Schließlich ist es völlig kostenlos und auch hier lässt sich der Neuigkeiten-Stream bequem mit anderen Plattformen verbinden, wie zum Beispiel mit der facebook-Pinnwand. Ich rate davon ab, seine Fans zu MySpace zu führen, denn über die teilweise enormen Ladezeiten oder das wenig benutzerfreundliche Design wird sich garantiert niemand freuen. Man könnte es sinnvoller als Möglichkeit nutzen, um neue Fans für seine Website, bzw. facebook-Seite zu gewinnen.

Weitere Plattformen für Musiker

Die aus meiner persönlichen Sicht wichtigsten Plattformen wären nun abgedeckt, doch es gibt noch eine Vielzahl weiterer guter Wege und Möglichkeiten, von denen ich einige hier in Form einer Liste darstellen möchte.

  • ReverbNation
    International bekannte Plattform für Fans, Musiker, Labels und Veranstalter
  • last.fm
    Internationale Musikplattform
  • regioactive.de
    Eine beliebte deutsche Community, mit der Möglichkeit ein umfassendes Profil inklusive Songs zu erstellen

Links

Zum Abschluss des Artikels noch ein paar interessante Links:

Ein Kommentar zu “Die eigene Musik erfolgreich im Internet präsentieren
  1. SümeyGold sagt:

    Das hat mir alles Mega geholfen, danke dafür! :)

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