10 Profi-Tipps für zukünftige Webseitenbetreiber

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10 Profi-Tipps für Webseitenbetreiber

10 Profi-Tipps für Webseitenbetreiber

Was man wissen sollte, um eine optimale Internetpräsenz aufzubauen.

Hier 10 wertvolle Tipps, die für den Start der eigenen Website hilfreich sein können. Die Inspiration dazu stammt aus einem englischsprachigen Artikel auf StreetArticles.com.

1.) Nutzen und Ziele der Website

Was ist das primäre Ziel der Website? Sollen Produkte verkauft, Kunden auf ein lokales Geschäft aufmerksam gemacht, die Firma vorgestellt oder verschiedene Medien veröffentlicht werden? Sich darüber ausreichend Gedanken zu machen und einen präzisen Plan der gewünschten Ziele und Nutzen zu erfassen, sorgt für eine bessere Orientierung in Sachen Komplexität, Aufwand und Budget.

2.) Eine Website braucht Struktur

Man sollte sich nach der Überlegung, welche Nutzen und Ziele die Website hat, Gedanken über die Struktur machen. Welche Themen und Bereiche gibt es? Welche sollen besonders im Vordergrund stehen und wie sind diese ineinander verschachtelt? Im Gegensatz zum klassischen Druckprodukt kann eine Website beliebig strukturiert werden. Verschiedene Bereiche, Tätigkeitsfelder oder Produktkategorien sollten in Form eines visuellen Strukturbaumes angelegt werden, um die Einschätzung der Gewichtung zu erleichtern. Ein solcher Strukturbaum erleichtern auch den Experten den Einblick in das Projekt, und kann gegebenenfalls mit ihnen zusammen im Detail ausgearbeitet werden. Auch für genauere Kostenvoranschläge ist diese Vorgehensweise durchaus hilfreich.

3.) Keine Eigenbau-Experimente

Man sollte nicht versuchen seine Website selbst zu erstellen, sofern man nicht über die nötigen Kenntnisse verfügt. Die Erstellung von professionellen Websites, die gut aussehen, vor allem aber gut funktionieren und ihren Zweck perfekt erfüllen, ist ein komplexer Vorgang der die Arbeit von Spezialisten in den meisten Fällen voraussetzt. Der Versuch, Entwicklungskosten durch das eigene Herumbasteln zu sparen, hat meiner Erfahrung nach schon einige Websitebetreiber auf den Erfolg im Internet warten lassen.

4.) Mit Fachleuten und Spezialisten arbeiten

Es gibt viele Schüler, Studenten oder auch Bekannte, die sich mit der Erstellung von Websites ein Zusatzeinkommen schaffen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, jedoch leidet häufig die gesamte Qualität unter dem Faktor Kosten, oder auch darunter das man sprichwörtlich „dem (fast) geschenkten Gaul“ nicht in’s Maul schauen darf. Freunde kritisiert man oft nicht gern, andere die ihre Arbeit sehr günstig anbieten, wollen häufig keinen hohen Aufwand betreiben. Zudem kann es natürlich auch passieren, dass das notwendige Know-How nicht ausreicht. Woher weiß man schließlich als Laie, was ein guter Webdesigner ist? Dazu im weiteren Verlauf des Artikels mehr. Ein gutes Beispiel für Studenten die ihr Handwerk bereits beherrschen findet sich hier bei der Erfurter Agentur „Zebresel“.

5.) Gestaltungsrichtlinien, oder „Styleguide“ festlegen

Gestaltungsrichtlinien, im Fachjargon auch „Styleguides“ genannt, helfen Designern und Webentwicklern, sich während des Projektablaufs zu orientieren. Dazu gehören zum Beispiel die Festlegung von Schriften, Farben, Abständen, Logos oder sonstigen Gestaltungselementen. Sofern nicht ohnehin für die Firma oder das Projekt eine eigene Corporate Identity entwickelt wurde, die die Gestaltungsrichtlinien für Websites bereits enthält, sollte man diese zusammen mit dem Designer oder Webentwickler entwickeln.

6.) Redaktion und zukünftige Pflege (Content Management)

Wer soll die Inhalte der Website nach Fertigstellung zukünftig pflegen, erweitern und aktualisieren? Die technischen Möglichkeiten dies auch als Webdesign-Laie selbst zu tun gibt es schon längst in zahlreichen Ausführungen, aber besitzt man dazu die nötigen Mittel oder auch die Zeit?

Gehen wir zunächst davon aus das Texte, Videos und Bilder selbst gepflegt werden. Hier sollte man sich mit seinem Webdesigner/Entwickler über das am besten geeignete System (Content Management System) zur Pflege der Website beraten, oder sich im Vorfeld unabhängig beraten lassen. Viele Entwickler verwenden gern das CMS ihrer Wahl, ohne tiefer auf die Bedürfnisse des Auftraggebers einzugehen. Sie sparen dadurch Zeit und können durch mehrfache Verwendung selbst Kosten sparen. Nicht immer zum Vorteil des Auftraggebers. Ein solchen Entwickler kann man zum Beispiel daran erkennen, dass er alle anderen Systeme ohne schlagkräftige Argumente für schlecht erklärt.

Unabhängig davon ob die Inhalte nun über ein CMS gepflegt werden stellt sich die Frage wer denn Texte verfasst oder Fotos und Videos erstellt. Um hier eine gute Qualität zu erreichen, kann es hilfreich sein, einen professionellen Texter oder Fotografen zu beauftragen.

7.) Das Pflichtenheft

Ein Pflichtenheft wird heutzutage aus Zeitgründen gern vernachlässigt. Doch es ist wichtiger als viele denken. Hier werden beispielsweise detaillierte Informationen zu Art und Umfang der Website, Zeitpläne oder Zahlungsziele vereinbart, an die sich jeder Beteiligte zu halten hat. Natürlich auch der Auftraggeber selbst. Ein Fall den ich selbst häufiger erlebt habe ist, dass ein Webentwickler bestimmte Schritte des Projekts erst dann ausführen kann, wenn er von mir als Auftraggeber bestimmte Materialen, wie etwas Bilder, Texte oder Videos erhält. Ich muss mich also daran halten, ihm diese Materialien rechtzeitig zukommen zu lassen, wenn ich mein Projekt bis zum vereinbarten Termin im Internet haben möchte. Ähnliches gilt natürlich auch für die andere Seite. Das Pflichtenheft kann verhindern, dass in diesem Fall diskutiert oder immer wieder neu verhandelt werden muss.

8.) Bestimmen der Zielgruppe

Betreibt man sein Business nicht erst seit gestern, so weiß man in der Regel, wer seine Zielgruppe ist. Wieso dann dieser Punkt? Das lokale Geschäft beispielsweise sehen alle Kunden gleich wenn sie hereinkommen. Im Internet jedoch, ist es sehr unwahrscheinlich das alle den gleichen Browser, das gleiche Betriebssystem, die gleichen Einstellungen oder die gleiche Monitorauflösung nutzen. Mit anderen Worten, jeder sieht die Website anders, wenn auch im Idealfall nur gering. Um diesen Idealfall zu erreichen, ist es zwingend erforderlich bei der Entwicklung primär auf die Anforderungen der Zielgruppe zu achten, statt auf seine eigenen oder die des Entwicklers. Gute Entwickler wissen das und werden dieses Thema von sich aus ansprechen. Es ist essenziell für den Erfolg einer Website. Als Auftraggeber sollte man den Worten des Entwicklers glauben schenken, wenn dieser zum Beispiel darauf hinweist, dass der eigene Browser veraltet ist und die Browser der Zielgruppe statistisch gesehen auf dem aktuellen Stand sind. Ich habe diesen Fall schon oft erlebt und spreche aus Erfahrung. Es macht absolut keinen Sinn, eine Website den technischen des Auftraggebers entsprechend zu entwickeln, wenn dessen Zielgruppe ganz andere Anforderungen hat.

9.) Testing und Bugfixing

Jede Website sollte vor dem finalen „Livegang“ ausgiebig auf Herz und Nieren getestet werden, und zwar von verschiedenen Menschen mit verschiedenen technischen Gegebenheiten. Am besten auch von Personen, die am Projekt nicht direkt beteiligt waren. Ein Entwickler der den Auftraggeber nicht auffordert die neue Website zu testen, und auch nach Fehlern zu suchen, scheint keinen besonders hohen Wert auf Qualität zu legen. Ebenso gilt das für den Auftraggeber. Wird man von seinem Entwickler aufgefordert die Website ausgiebig zu testen, empfiehlt es sich dies auch zu tun. Diese Zeit muss einem das eigene Projekt wert sein, wenn man damit erfolgreich sein will und spätere Meldungen über Fehler von den eigentlichen Besuchern vermeiden möchte.

10.) Gefunden werden durch SEO-Maßnahmen

Dieser Punkt könnte auch weiter am Anfang des Artikels stehen, denn SEO-Maßnahmen (Search Engine Optimization, dass Optimieren der Website für eine optimale Position in Suchmaschinen) sollten auch schon zu Beginn bedacht werden. Es ist aus meiner Sicht selbstverständlich, dass man sich bei der Planung bereits Gedanken dazu macht, beispielsweise bei der Erstellung der Seitenstruktur. Diese ist für Suchmaschinen ein sehr wichtiger Faktor, denn sie sollte möglichst logisch aufgebaut sein. Es gibt zahlreiche Faktoren die Position in Suchmaschinen positiv beeinflussen. Der wichtigste ist aber sicherlich der eigentliche Inhalt der Website, sprich Texte, Bilder oder sonstige Medien. Suchmaschinen arbeiten heutzutage mit „intelligenten“ Algorithmen, die den Zusammenhang zwischen der Überschrift eines Textes und dem eigentlichen Inhalt erkennen können. Und hier passt dieser Punkt wieder ans Ende des Artikels, denn schließlich pflegt man Inhalte in der Regel zuletzt ein und pflegt diese auch kontinuierlich nach. Der Bereich SEO ist mittlerweile zu einem eigenen Geschäftsgebiet geworden und es gibt Fachleute, die sich darauf spezialisiert haben. Ob man nun einen Spezialisten beauftragt oder selbst in die Thematik einsteigt, bleibt jedem selbst überlassen. Oft können auch erfahrene Webentwickler schon dabei ausreichend helfen. Ein wichtiges Thema ist es in jedem Fall.